Zwei paar Stiefel: Facebook und Twitter

Ich habe schon oft darüber nachgegrübelt, warum ich mich für die größte aller Social Media Plattformen so herzlich wenig begeistern kann. Bei Mashable fand ich heute die Anwort: 

Ben Parr schreibt: […social networking is a branch of social media, and can itself be further broken down into two distinct branches — the social network and the information network.
It’s with this distinction that I attempt to explain the relationship between Facebook and Twitter, and why I believe they are not destined for a clash of the titans. Instead, they represent two different sides of the same coin.]

Zwei Seiten der Medaille also – Information und Socializing.  

Für mich persönlich ist Twitter das weitaus spannendere Medium, da der Kommunikationsfluss auf unterschiedlichen Ebenen abläuft und somit vielerlei Funktionen erfüllen kann:

– Gegenseitiges Folgen: Hier kann echte Kommunikation stattfinden – diese wiederum differenziert in „Mentions“ und „Direct Messages“. Diese Ebene finde ich für den B2B-Bereich sehr interessant, da hier Kommunikation und Information (Links!) in einzigartiger Weise zusammenkommen.

– Einseitiges Folgen:Ich kann die Tweets interessanter Influencer lesen, ohne dass diese sich für mich interessieren müssen

– Gefolgt werden: Ich kann mich über eine hübsche Follower-Schar freuen (c´mon, das tun wir doch alle!), muss aber nicht jeder Nase zurückfolgen.

Für Kultureinrichtungen hingegen ist Facebook unverzichtbar, da sich hier leichter Aktionen wie z.B. Gewinnspiele, Flashmobs, etc. realisieren lassen, sprich, sich leichter eine Fangemeinde aufbauen lässt. Außerdem hat der User auch mit 20 „Friends“ schon das Gefühl, einer Community anzugehören. Wer hingegen bei Twitter bei 120 Followern stecken bleibt (die große Mehrheit!), wird sich bald recht einsam fühlen und irgendwann die Lust an diesem Medium verlieren.

Fazit: Wer das Social Web in erster Linie als Privatperson nutzt, ist bei Facebook gut aufgehoben – sofern er sich ein paar Gedanken zum Thema „Privacy“ macht. Wer wie ich an B2B Kommunikation interessiert ist – und mit seinem Privatleben explizit NICHT ins Web expandieren möchte – wird mit Twitter viel Spaß und Erfolg haben.