Wir bloggen dann mal…

Nach der Lektüre des interessanten Beitrags „Nicht einfach anfangen!“ von Axel Kopp im Kulturmanagement-Blog habe ich mir mal wieder die Website des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin angesehen, da ich weiß, dass dort schon länger über Social Media Aktivitäten nachgedacht wird.

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Und tatsächlich findet sich, versteckt in der Rubrik „Allerneustes“ ein Link zum neuen DSO Blog. Die gute Nachricht: dieser ist aktuell, enthält interessante, auch amüsante Beiträge von verschieden Musikern, Berichte von der aktuellen Europatournee, Bildergalerien, etc. – kurz, er bietet spannende Einblicke in das Innenleben eines Orchesters. Warum sich also verstecken? Und warum die Kommentarfunktion deaktivieren? Scheut man nach überstandener Fusionsdebatte die Öffentlichkeit?

Offener ist da eine Facebook-Seite mit 3500 Mitgliesdern, die von Musikern des Orchesters initiiert wurde und weitaus lebendiger wirkt als die offizielle Gruppe des Orchestermanagers, die es auf gerademal 117 Mitglieder bringt. Überflüssiger Weise existiert auch noch eine dritte Facebook-Seite, die offenbar als Sprachrohr der Öffentlichkeitsarbeit genutzt wird. Eine Anbindung an die Website des Orchesters ist bei keiner der Seiten gegeben. Ein bereits existierender Twitter-Account wartet noch darauf, wachgeküsst zu werden.

Fazit: Gute Ansätze, aber schlüssig wirkt das alles nicht.

Ich fühle mich wieder einmal in der Einschätzung bestätigt, dass der Weg zu erfolgreicher Social Media Nutzung von Kultureinrichtungen am ehesten über die Einbeziehung der Mitarbeiter – in diesem Fall der Musiker – funktioniert. Umso wichtiger ist es aber, dass die Administration ein schlüssiges Konzept erarbeitet und die Richtlinien vorgibt.