Werkstatt 2.0: VioWorld

Bevor hier die Kultureinrichtungen selber zu Wort kommen, möchte ich mit gutem Beispiel vorangehen und anhand von VioWorld meine eigene Motivation für die Arbeit mit dem „Social Web“ darstellen. Rechts im Bild ist übrigens Doro Martin, die uns in Sachen Social Media beraten hat und den lesenswerten Verlagsstarter-Blog betreibt.

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Als Dienstleister für zahlreiche Theater und Orchester war es uns wichtig, die Entwicklung richtung Kultur2.0 mit zu begleiten und auch auf dieser Ebene mit unseren Kunden und Usern zu kommunizieren. In einem Post für das VioWorld-Blog habe ich geschrieben:

Als klassisches Web 1.0 Portal, das hervorragend läuft, aber auch etwas in die Jahre gekommen ist, war es uns wichtig, mit dem Blog eine redaktionelle Ebene hinzuzufügen […]

Twitter (@HagenKohn) wiederum nutzen wir – neben der direkten Kommunikation mit den einschlägigen Kultur- und PR-Bloggern – als Multiplikator für dieses Blog. Auf diesem Wege haben wir viele Anregungen für Blogposts (z.B. “Exotic Instruments #4″) erhalten, für unsere erste Blogparade geworben und Dank zahlreicher Re-Tweets das VioWorld-Blog innerhalb weniger Monate etablieren können.

Weiterhin twittern wir unter @kulturjobs alle Stellenausschreibungen aus der Kulturbranche – vom Orchestermusiker bis zum Marketingleiter. Diese werden nicht nur von den direkten Followern gelesen, sondern auch über die Suchmaschine Jobtweet gefunden.

Facebook wiederum macht das VioWorld-Blog im Umfeld unserer privaten Kontakte bekannt, ich habe aber den Eindruck, dass dieser Kanal bislang keine große Bedeutung spielt. FB ist aber sicher spannend für Einrichtungen, die viel eigenen Content produzieren.

Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Social Media Nutzung ist sicher die Bereitschaft, sich auf das entsprechende Medium einzulassen, Neugierde und Experimentierfreude zu entwickeln. Als reinen Marketingkanal sollte man sie nicht verstehen.

Nichts spricht dagegen, Social Media zu Marketingzwecken zu benutzen, solange man diese nicht nach herkömmlicher Push-Manier bedient. Tweets und Blogposts nach dem Motto “VioWorld hat den besten Kulturstellenmarkt im Netz!” würden unsere Leser sicher bald langweilen. Wir versuchen vielmehr interessantes, hilfreiches – auch witziges – zum Thema Kultur und Jobsuche anzubieten und freuen uns, dadurch wichtiges Feedback (positiv wie negativ) zu bekommen, das wir vorher so nicht hatten. Die mit Sicherheit wichtigste Erkenntnis ist: Web2.0 ist keine Einbahnstraße!