Social Media ROI – ein Praxischeck: C/O Berlin

Zwei Jahre nach Erscheinen meines Artikels „Der Social-Media-ROI – auf den Spuren einer Chimäre“ in Marke und Digitale Medien (Springer Gabler) möchte ich einen Praxischeck machen und in einer losen Folge von Beiträgen Unternehmen befragen, die Social Media erfolgreich in ihre digitale Kommunikation integriert haben. Dieses Mal hatte ich die Ehre mit Stefanie Kinsky, Online-Marketing-Managerin der Berliner Galerie C/O Berlin.

 

stefanie_kinsky

Welche Ziele verfolgt C/O Berlin mit dem Einsatz von Social Media

Einerseits streben wir eine Steigerung der Reichweite sowie der Informationen über unser Angebot an, weiterhin eine Steigerung der Bekanntheit der Marke C/O Berlin.

Wichtig ist auch die Interaktion mit fotoaffinen Zielgruppen mit denen wir die Begeisterung für Fotografie teilen, bzw. diese wecken wollen.

Daraus resultiert letztendlich eine Steigerung der Umsätze durch Ticketverkäufe und/oder Bookshop-Verkäufe.

Welche Rolle spielt die Frage nach dem „Return on Investment“ (ROI)?

Solange Interaktion oder Reichweite messbar sind, lohnt sich die Investition. Gibt es dauerhaft null Feedback, muss die Strategie überdacht werden.

Wie messt ihr den „Return“?

  • Return wird gemessen durch Feedback – z.B. gibt es Rückmeldungen, wenn über Social Media zu einem Wettbewerb aufgerufen wird, werden mehr Tickets für Veranstaltungen online verkauft, wenn die Info über Social Media geteilt wird, gibt es Feedback zu Posts oder Aufrufen (Likes, Retweets, Kommentare, Shares)?
  • Zusätzlich geben Statistik-Tools wie Google Analytics Aufschluss darüber, woher die Besucher unserer Website kommen (z.B. von Facebook und Twitter).
  • Die interne Statistik der Facebook Seite liefert ebenfalls wichtige Kennzahlen zu Reichweite der Informationen und Herkunft der Nutzer.

Ist es möglich, den ROI anhand von Umsatzzahlen zu bewerten? Ist dieses Bestreben überhaupt zielführend?

Dies ist für uns nicht möglich, da wir über eine Vielzahl verschiedener Wege kommunizieren. Es ist nicht eindeutig feststellbar, über welchen Weg bzw. welche Wege unsere Besucher erreicht wurden. Wir gehen davon aus, dass hier die Mischung wichtig ist und die Besucher über verschiedene Medien angesprochen werden müssen – dies variiert bei unterschiedlichen Zielgruppen (z.B. Alter, Herkunft) und je nach Thema der Ausstellung.
Besucherumfragen haben ergeben, dass sich ein großer Teil der Besucher über Newsletter und Online-Medien über unsere Angebote informiert. Viele setzen auch auf Empfehlungen durch Freunde und Bekannte, was mit unseren Beobachtungen im Social Web korreliert. In der Gesamtheit der Unternehmenskommunikation sollte der ROI natürlich langfristig gesehen messen lassen.