Social Media als SEO Maßnahme

Als Beitrag zur Blogparade von Stefan Evertz im MonitoringMatcher wollte ich eigentlich meine Interview-Reihe zum Social-Media-ROI zusammenfassen. Dabei fiel mir auf, dass keine der befragten Institutionen auf den Zusammenhang zwischen Social-Media- und Suchmaschinenoptimierung eingeht, daher möchte ich hier ein paar Zeilen dazu schreiben. Natürlich bloggt und postet man nicht für nur Google, sondern vor allem für seine Kunden, Besucher und Fans, aber es kann nicht schaden, dabei einige SEO-Grundlagen zu beachten.

seo und social media

Quelle: flickr.com/toprankblog

Der Blog als Landingpage-Generator

Auch wenn die wenigsten eine klare Vorstellung von dem Begriff haben, machen heute alle irgendwie „Content Marketing“. Aber was ist das eigentlich? Einfach gesagt: Mehrwert. Die einfachste Form, Nutzern einen informativen, nützlichen oder unterhaltsamen Mehrwert zu bieten, ist der in die Website integrierte Corporate Blog. Hierbei gilt: Was dem Nutzer gefällt, gefällt auch der Suchmaschine – regelmäßig aktuelle Inhalte rund um die Leistungen des Unternehmens/ der Institution anzubieten. Dabei wirkt sich nicht nur das dynamische Element an sich positiv auf das Ranking aus, sondern auch die mit dem jeweiligen Beitrag verbundenen Keywords. Mit dem entsprechenden Fokus kann so aus jedem Blogbeitrag eine kleine Landingpage werden, die bei hart umworbenen Themen eventuell besser rankt, als die regulären Seiten der Website. Wichtig ist nur, keine mit Keywords überladenen SEO-Texte zu produzieren. Wenn der Nutzer den Beitrag nicht lesen mag, merkt das auch Google (siehe Bounce Rate).

Social Link Building

Keine Frage – thematisch relevante Backlinks sind immer noch wertvoll. Allerdings nur, wenn der Link tatsächlich einen Mehrwert für den Nutzer bietet. Alles andere wird von Google bestenfalls ignoriert, möglicherweise sogar abgestraft. Deshalb sollte der Fokus heute auf Interaktion in Sozialen Netzwerken liegen: Eine konsequente Verlinkung der eigenen Inhalte ist hier Pflicht, das Generieren von Shares und Kommentaren die Kür. Diese muss man sich allerdings durch gute Inhalte und ein sichtbares Interesse an Kommunikation erarbeiten. Aber mal ehrlich – macht das nicht mehr Spaß, als andere Webseitenbetreiber um einen Linktausch anzubetteln?

Auch Empfehlungen spielen eine immer größere Rolle als Ranking-Faktor. Nicht nur die Facebook-Bewertungen, ebenso Empfehlungen auf Portalen wie Yelp oder Trip Advisor sind ein SEO-Faktor.

Von SEO über SOCIAL zu SICHTBAR

Wenn die geschätzte Kollegin Kixka Nebraska auf der re:publica als „Agentin für digitale Sichtbarkeit“ angekündigt wird, zeigt das deutlich, wohin die Reise geht: Weg von der Welt der klassischen Webseiten und der stationären Google-Suche, hin zu Mobile-Apps und Messengern. Wichtig wird in Zukunft nur noch eines sein: die eigene Marke im (mobilen!) Netz sichtbar und hörbar zu machen, erwähnt zu werden, weiterempfohlen zu werden – auf welchem Kanal auch immer.