SEO Trends: It´s the content, stupid!

Nach den nicht ganz ernst gemeinten Tipps aus dem letzten SEO Beitrag möchte ich mich dem Thema jetzt mal ohne Zynismus widmen, auch wenn die Heilsversprechen mancher „Experten“ sehr dazu verleiten. Als ich Anfing, mich für das Thema zu interessieren, galten Backlinks und Keyworddichte noch als das A und O der Suchmaschinenoptimierung. Die Zeiten, da man mit ein paar wohlüberlegten Kniffen eine Top-Platzierung bei Google erreichen konnte, sind aber leider vorbei – „leider“ aus Sicht der technisch orientierten SEO-Optimierer.

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Natürlich gilt es noch immer, die „Hausaufgaben“ zu machen: Klare Seiten- und Menüstruktur, Responsivität, kurze Ladezeiten, (sinnvolle) interne Verlinkung. Hat man dies jedoch einmal verinnerlicht, kann man sich getrost auf das konzentrieren, was wirklich zählt: Inhalt und Interaktion.

SEO Faktor #1: Gut strukturierte Inhalte

Grundsätzlich gilt: was der Leser mag, mag auch die Suchmaschine.

  • Klar fokussiertes Thema – daraus ergeben sich fast automatisch die relevanten Keywords
  • Ein aussagekräftiger Seitentitel, der mindestens eines der Fokus-Keywords enthält (technisch: H1)
  • Verwendung von Zwischenüberschriften inkl. der relevanten Keywords (H2, H3, etc.)
  • Aufzählungen (Bulletpoints) verwenden, keine Listen
  • Beschriftung der Bilder (technisch: Alt-Text)

Warum Meta-Tags noch immer wichtig sind

Zugegeben – für das Ranking, also die Positionierung einer spezifischen Seite in den Suchergebnissen (SERPs), spielen Meta-Title und Meta-Description heute eine eher untergeordnete Rolle. Ein Faktor wird jedoch häufig fatal unterschätzt: Die Click-through-rate (CTR)! Wer jetzt automatisch an Online-Ads denkt, der sei daran erinnert, dass auch bei der organischen Suche das beste Ranking nichts wert ist, wenn die angesprochene Zielgruppe nicht darauf klickt. Um das Interesse der wirklich relevanten Nutzer/Kunden zu wecken, müssen Titel und Beschreibungstext des Suchtreffers optimal auf die Bedürfnisse der anvisierten Zielgruppe zugeschnitten sein (nochmal: Keywords!).

Google erlaubt Ihnen, diese Informationen im Quelltext (oder über ein SEO-Plugin) frei zu gestalten. Machen Sie davon Gebrauch!

Off Page SEO: Link-Building oder Interaktion?

Mal ganz ehrlich: wer sich heute noch hinsetzt und sagt „ich mach jetzt mal ein paar Stunden Link-Building“, verschwendet seine Zeit. Die Wahrheit ist:

  • Link-Tausch bringt nichts
  • Gekaufte Links bringen nichts
  • Einseitige Backlinks bringen genau dann etwas, wenn eine starke inhaltliche Relevanz besteht, z.B. aufgrund von Keyword-Matching oder Links zwischen inhaltlich relevanten Kontexten. Ansonsten bringen auch diese Backlinks – Sie haben es erraten – nichts!

Das eigentliche Kernstück von Offpage-SEO lautet heute: Interaktion – was in erster Linie das aktive Kommunizieren in Sozialen Netzwerken bedeutet, mit dem Ziel, möglichst viele Verweise auf die eigene Website zu erhalten. Je mehr diese aus anderen Blogs oder SoMe-Kanälen kommen und nicht nur aus den eigenen, desto besser. Und wie erhält man diese Verweise? Richtig: durch guten Content und eine stimmige Social-Media-Marketing-Strategie. And… action!

[Im nächsten Teil dieser SEO-Serie geht es um das Thema Strukturierte Daten und das Buzzword
Rich Snippets]