SEO Trends – Content, Struktur und semantische Indexierung

Suchmaschinenoptimierung war mal so schön einfach: Landingpages anlegen, Fokus-Keywords in ausreichender Menge platzieren, ein paar dubiose Backlinks einkaufen – fertig war das Ranking-Wunder. Dass allerdings mit diesem Approach nicht immer das Bedürfnis des Nutzers nach relevanten und hochwertigen Inhalten befriedigt wurde, liegt auf der Hand.

Heute bewertet Google User Signals, Bounce Rates, Social Shares und Conversions – als all das, was auf eine gute User Experience hinweist. Soweit zum grundlegenden Qualitätsfaktor einer Website. Wie aber beurteilt Google die Relevanz von Inhalten in Bezug auf die Suchanfrage? Diese Frage beantwortet aktuell niemand besser, als die Experten von Searchmetrics.

Von Keyword-Dichte zu Semantischer Indexierung

Als Algorithmen noch nicht so lernbereit waren wie heute, wurde die Relevanz einer Seite aufgrund der Frequenz eines bestimmten Suchbegriffes ermittelt. Dieses simple Modell wurde später durch die TF-IDF-Methode erweitert, bei der das Vorkommen eines Keywords auf den jeweils 10 bestgerankten Seiten (Term Frequency) mit der Häufigkeit auf den einzelnen Seiten ermittelt und in Bezug zu anderen verwendeten Begriffen gesetzt wird (Inverse-Document-Frequency). Einfach gesagt: Wer online Autos verkauft, sollte auch Begriffe wie „gebraucht“, „oldtimer“ „bmw“, „ratenzahlung“ etc. berücksichtigen. In welcher Frequenz, sagt einem die TF-IDF-Analyse.

semantische indexierung

Quelle: Searchmetrics Blog

Eine aufwändige, aber sehr effiziente Methode, ist die Keyword-Mitbewerber-Analyse, welche sich mit Tools wie dem Keyword-Density-Analyzer durchführen lässt. Dabei sollte man die bestgerankten Mitbewerber unter die Lupe nehmen, um Ideen für die Keywordoptimierung der eigenen Seite zu erhalten. Hier geht es nicht mehr um bloße Frequenz von Begriffen, sondern um semantische Bezüge.

keyword analyse

Content Qualität und Struktur

Hier kommen wir nun in einen Bereich, wo man die Suchmaschine für einen Moment vergessen und sich ganz in den Nutzer hineinversetzen sollte. Welche Seiten empfinde ich als angenehm, welche Texte lese ich gerne? Wie sind diese strukturiert?

Ich denke, es gibt ein paar Qualitätskriterien, die jeder Online-Nutzer unterschreiben würde, und genau diese bezieht auch Google in die Bewertung einer Seite mit ein:

  • > Vernünftiges Text-Bild-Verhältnis (ca. 2/3 – 1/3)
  • > Inhaltliche Gliederung durch Absätze
  • > Saubere Überschriftenstruktur: Eine Hauptüberschrift (H1), mehrere Zwischenüberschriften (H2 oder H3)
  • > Platzierung von relevanten Begriffen in den Überschriften zum schnellen Erfassen der Kernthemen
  • > Verwendung von Listen statt Fließtext
  • > Interne und externe Textlinks (wo immer sinnvoll)

Die Grundlagen semantischer Content-Optimierung zu verstehen, ist nicht nur für SEO-Experten essentiell, sondern für jeden, der sich mit Online-Inhalten beschäftigt. Häufig ist es schon ein Anfang, das eigene Surf- und Leseverhalten zu analysieren, um Ideen für die Optimierung der eigenen Seite zu erhalten.

Und natürlich bieten auch wir eine fundierte SEO Analyse und Beratung. Sprechen Sie uns an!