Keep on Rockin´ in the Digital World! – Fazit

Als ich zu dieser Blogparade aufrief, hatte ich die leise Sorge, mich als ziemlich rückständig zu outen – sowohl was die Hardware anbelangt, als auch das Nutzerverhalten. Aber offenbar bin ich nicht nur von technisch hochgerüsteten Early-Adoptern umgeben, sondern einfach von begeisterten Musikfans, die ganz entspannt die neuen Angebote nutzen und erfreulicherweise auch die alten (CD, Vinyl).

Teilgenommen haben die folgenden Blogs:

Sinn und Verstand (Wibke Ladwig)

Andreas Gyo

Gumpelmedia (Wolfgang Gumpelmaier)

Hear And Now (Stephan Ziron)

Vielen Dank für die Anregungen und Erfahrungsberichte, ich habe einiges gelernt!

1. Spotify ist everybody´s Darling.
Ich persönlich finde es zwar schade, dass (momentan noch) die Klangqualität zu Lasten der Vielfalt geht. Aber man kann getrost davon ausgehen, dass wir diesbezüglich in den nächsten Jahren einen Quantensprung erleben werden. Und wenn mir das nicht reichen sollte, investiere ich halt nochmal in einen guten Lenco-Plattenspieler und ein Paar Quadral-Boxen, und sei es, um meinen Enkeln einmal „The Dark Side of the Moon“ in 80er HiFi-Qualität vorspielen zu können!

2. W-Lan-fähige High-End-Audiosysteme vom Schlage der Firma Sonos haben ihre Faszination, sind aber offenbar für die meisten noch zu teuer, oder gehen in ihrer technischen Komplexität am Bedarf des 0815-Users vorbei. Ich finde ja, das lohnt sich bei der derzeitigen Klangqualität der Streaming-Angebote eh noch nicht. Das Mittel der Wahl schient ein guter Kopfhörer zu sein oder günstige (und dennoch erstaunlich gute) Angebote wie aus dem Hause Logitech (danke Wibke, ist schon gekauft!).

3. Google Play Music scheint noch einen weiten Weg vor sich zu haben, bis es iTunes den Platzhirschenplatz streitig machen kann.  Ich persönlich bin ja tendenziell auf der Seite der Androiden, aber wenn David Bowie seine neue Scheibe zuerst bei Apple reinstellt, sieht Google alt aus – tough luck guys!
Als Bibliothek und Player werde ich aber konsequent Google nutzen, weil ich das Look&Feel von iTunes sch… äh, nicht so toll finde.

4. Die alten Formate CD und Vinyl haben fast alle noch im Programm. Wer seine alten Platten verkauft, weil er die Musik mittlerweile in seiner iTunes Bibliothek hat, ist m.E. kein Musikliebhaber. Von den ollen CDs mit den rissigen Plastik-Covern könnte ich mich da schon leichter trennen. Mal ehrlich – das war doch immer schon ein Billigprodukt, nur haben wir es lange Zeit nicht gemerkt und der Musikindustrie so ihr Goldenes Zeitalter finanziert 🙂

5. Make Music: wer drei Akkorde auf der Gitarre kann, darf sich getrost Musiker nennen.
Keep on rockin – nicht schön, sonder geil und laut!