Erich Mendelsohn geht online: Start des digitalen Projekts „EMA“

Als Erich Mendelsohn mit seinem Büro das oberste Geschoss des von ihm entworfenen Columbushauses bezog, hatte er keine geringeren Pläne, als vom Potsdamer Platz aus die Architektur der Moderne zu revolutionieren. Bereits ein Jahr später – 1933 – verließ er Berlin in Richtung England. In Berlin überlebten nur wenige seiner Gebäude den Krieg, wie zum Beispiel der Komplex rund um die Schaubühne am Lehniner Platz. Der Geist seiner architektonischen Vision lebt jedoch fort in Form des zeichnerischen Nachlasses, der heute in der Kunstbibliothek am Kulturforum beheimatet ist, welches wiederum mit Philharmonie (Hans Scharoun) und Neuer Nationalgalerie (Mies van der Rohe) zwei Objekte seiner wichtigsten Mitstreiter beinhaltet.

Schaubühne in BerlinZu Mendelsohns Geburtstag am 21. März feierten die Kunstbibliothek und das Getty Research Institute den Start eines digitalen Mendelsohn-Archivs (EMA), in dessen Mittelpunkt der Briefwechsel zwischen ihm und seine Frau steht. Mit Regina Stephan konnte zudem die bedeutendste Mendelsohn-Kennerin für die wissenschaftliche Begleitung des EMA gewonnen werden.

Das Projekt ist Teil einer Gesamtstrategie, die darauf zielt, die umfangreichen Sammlungen der Kunstbibliothek für Forschung und Lehre in ihrem ganzen Spektrum zugänglich zu machen.